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CO2-Senkenleistung von Holz – das «Senken-Projekt»

Funktionsweise des «Senken-Projekts»

Die Holzindustrie trägt zu einer positiven Schweizer Klimapolitik bei. Wachsen Bäume, nehmen sie CO2 aus der Luft auf, speichern den Kohlenstoff im Holz und reduzieren CO2 aus der Atmosphäre. Die stärkere Nutzung von Schweizer Holz vergrössert den Kohlenstoffspeicher im Holz. Die schweizerische Holzindustrie hat ein entsprechendes CO2-Kompensationsprojekt ins Leben gerufen.

 

Getragen wird es vom Verein Senke Schweizer Holz (SSH), der im Dreieck zwischen Bund (BAFU) und kompensationspflichtigen Unternehmen (KliK) eine wichtige Aufgabe erfüllt. Die erforderlichen CO2-Kompensationsmassnahmen erfolgen heute mit inländischen Projekten und Programmen und erfüllen damit eine gesetzlich verankerte Kompensationspflicht der Treibstoffimporteure. Dies geschieht über folgendes System: Die Projektteilnehmer, organisiert im Verein SSH der schweizerischen Holzindustrie, erhalten für die zusätzlich produzierten Holzprodukte Bescheinigungen vom BAFU, die sie an die Stiftung KliK der Treibstoffimporteure verkaufen können. Letztere wiederum gibt die erworbenen Bescheinigungen an den Bund weiter und erfüllt so ihre jährliche Kompensationspflicht, die dann auch Eingang in das Treibhausgasinventar findet.

 

Die Zusätzlichkeit wird mittels einer Referenzlinie festgestellt, das heisst, die erzielte Produktionsmenge muss durch gezielte Massnahmen einen Referenzwert überschreiten. Sofern diese Massnahmen zusätzlich und unwirtschaftlich waren, bekommt der Projektteilnehmer ein Jahr später Bescheinigungen. Mit Hilfe der Erträge aus dem Bescheinigungsverkauf kann ein Teil der Massnahmenkosten refinanziert werden.

Die umgesetzten Massnahmen zeigen grosse Wirkung – Fakten und Ergebnisse

  • Nach fünf Jahren lässt sich konstatieren, dass das Projekt zahlreiche positive Auswirkungen zeigt. Beispielsweise haben die umgesetzten Massnahmen zu beträchtlichen Produktionssteigerungen der Mitglieder geführt. Der Inflow 2018 wurde im Vergleich zu 2013 um 15 Prozent gesteigert und liegt heute bei über 1.37 Mio. t CO2. Dies trotz schwieriger Währungsbedingungen der letzten Jahre.
  • Es entstand ein Mehrerlös von rund 15 Mio. CHF für die Schweizer Waldbesitzer.
  • Ein hohes Investitionsvolumen von über 220 Mio. CHF in die Leistungs- und Mengensteigerung sowie die Weiterverarbeitung der Holzindustrie wurde ausgelöst.

 

Jedes Jahr konnte die Anzahl der umgesetzten Massnahmen gesteigert werden. 2018 erfolgten über 400 Massnahmen. Zwei Beispiele unserer Mitglieder in eigenen Worten:

Das «Senken-Projekt» führte im Weiteren zu einem intensiveren Austausch zwischen den Betrieben und zu einer generell konstruktiveren Zusammenarbeit innerhalb der Branche. Ausserordentlich positiv ist auch die Aufwertung, welche die holzverarbeitende Industrie durch den Verein SSH erfahren hat. Der vermehrte Einsatz von Holz als Bau- und Werkstoff führt dazu, dass energieaufwendigere Materialien substituiert werden können. Das «Senken-Projekt» leistet so nicht nur einen Beitrag zum Erreichen der Klimaziele, sondern unterstützt auch direkt und indirekt die inländische Wertschöpfungskette vom Wald bis zum fertigen Holzobjekt.

Projekt-Beschrieb – CO2-Kompensationsprojekt des Vereins

Hier erfahren Sie ausführlich, was es mit dem Kompensationsprojekt unseres Vereins auf sich hat.

Projekt-Bericht BAFU

Laden Sie hier weitere Informationen zum Senken-Projekt und zu den Anforderungen an Kompensationsprojekte herunter